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Der Kreuzweg spielt während der Ostertage eine große Bedeutung, da Jesus diesen am Tag seiner Kreuzigung, an dem so gennannten Karfreitag, auf sich nimmt. Er wird meistens durch Gemälde oder in Stein geschlagenen Bildern an Seitenwänden in Kirchen verbildlicht. Erzählt wird der Weg Jesu und aus der Stadt Jerusalem, in der er von Pontius Pilatus verurteilt wurde, zur Anhöhe Golgotha, auf der er gekreuzigt werden soll.

Dieser Weg wird in den unterschiedlichen Evangelien beschrieben und in normalerweise 14 Stationen eingeteilt.

Die erste Station zeigt Jesus, wie er zum Tode verurteilt wird, die Zweite, wie er sein Kreuz auf sich nimmt. Bei der dritten Station ist zu sehen, wie Jesus das erste Mal unter der Last des Kreuzes hinfällt und in der vierten Station begegnet Jesus seiner Mutter, die am Wegesrand steht. Bei der fünften Station hilft Simon von Zyrene Jesus beim Tragen des Kreuzes. Darauf folgt die sechste Station, bei der Veronika Jesus das Schweißtuch reicht, mit dem ihm die schwitzende Stirn abgewischt werden kann. Die siebte Station zeigt, wie Jesus abermals unterm dem Kreuz fällt. Bei der achten Station wird die Begegnung Jesu mit weinenden Frauen am Wegrand dargestellt und die neunte Station zeigt, wie Jesus zum dritten Mal unter der Last des eigenen Kreuzes zusammenbricht. An der zehnten Station wird ihm seine Kleidung entnommen und die elfte Station steht für das Festnageln von Jesus ans Kreuz. Bei der zwölften Station wird der Tod Jesu verbildlicht und die nächsten beiden Station beschreiben seine Abnahme vom Kreuz und wie er darauf hin seiner Mutter in den Schoß gelegt wird. Die vierzehnte, und damit letzte, Station des Kreuzweges steht für den heiligen Leichnam Jesu, der in sein Grab gelegt wird.

Diese 12 Stationen des Leidensweges von Jesus kann man auch heute noch „ablaufen“ und dies direkt auf mehrere Arten und Weisen.

Wie vorhin schon erklärt, hat man die Möglichkeit, sich die einzelnen Etappen des Kreuzweges nacheinander an, beispielsweise, Kirchseitenwänden, angucken. Diese einzelnen Stationen kann man aber auch durch das Spazierengehen auf einem Kreuzweg, beispielsweise in einem Wald oder auf einem Friedhof machen, an dessen Wegrand die unterschiedlichen Stationen durch in Steine gemeißelte Abbildungen und Beschriftungen oder auch kleinen Kapellen dargestellt sind. Diese Wege außerhalb der Kirche, die an den Kreuzweg erinnern sollen, führen oft auf einen Berg oder eine Anhöhe, die meist Kalvarienberg heißt.

Es gibt auch Kreuzwegandachten, die in der Kirche stattfinden und bei denen ein so genannter Vorbeter die Stationen des Weges abgeht und währenddessen laut einen Text vorbetet.

Man kann viele unterschiedliche Textvorlagen für einen Kreuzweg in Form von kleinen Büchern oder ähnlichem bekommen und so selber den Kreuzweg abgehen und beten. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend hat zum Beispiel auch Bilder und Texte für den Kreuzweg herausgegeben, die diesen auch Jugendliche nahelegen soll.

Meistens gehen Besucher des Kreuzweges, sei es in der Kirche oder auch auf einem Weg in der Natur, in Ruhe und alleine für sich.