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Mariä Himmelfahrt ist das älteste und höchste Marienfest, also ein Fest, bei dem man die Mutter Gottes verehrt. Am heutigen Tag feiert man die leibliche Aufnahmen von Maria in den Himmel und das, obwohl diese Aufnahme nicht deutlich in der Bibel zu finden ist.

In der Bibel kann man mehrere Andeutungen auf dieses Ereignis finden, jedoch keine klare Nennung. Die Ansicht der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel wurde 1950 von Papst Pius XII. als Dogma (Glaubensinhalt, dessen Wahrheitsanspruch endgültig ist) der römisch-katholischen Kirche eingeführt.

Laut der Legende wurden allen Apostel von ihren Missionsorten zum Sterbebett Marias gebracht, um sie zu bestatten. Sie wurde in eine Höhle gelegt und ein Stein wurde davor gerollt (und, kommt euch das bekannt vor?). Jesus rief Maria zu sich und nahm sie daraufhin mit in den Himmel. Hier wird die starke Beziehung Marias zu ihrem Sohn deutlich.

Nach der erneuten Öffnung ihres Grabes, fanden die Apostel auf dem verlassenen Grab, der Legende nach, Lilien und ein Duft nach Kräutern, was den Grundstein für ein Brauchtum legt: die Kräuterweihe.

Dabei werden Kräuterbündel mit unterschiedlichen Kräutern zusammengebunden und dann zur Weihe gebracht. Diesen geweihten Kräutern spricht man eine besonders heilende Wirkung nach, da die heilenden Einflüsse von Maria bei der Weihe auf die Kräuter übertragen werden. Kräuter wurden durch ihre von Natur aus heilenden Wirkung als Geschenk Gottes oder des Himmels angesehen und auch Maria steht für die heilende Kraft Gottes.

Da es nicht viele biblische Belege für die Aufnahme Marias gibt, wurde die Marienverehrung durch Verknüpfung mit unterschiedlichen religiösen und volkstümlichen Bräuchen ausgeweitet.

Maria Himmelfahrt markiert den Anfang der 30 Marientage. Während dieser Zeit werden viele Marienfeste gefeiert und Prozessionen zu Ehren der Mutter Gottes veranstaltet. Die 30-tägige Marienverehrung wird mit ihrem Namenstag im September beendet.

- Redaktionsteam
Friederike Feithen