Für viele bedeutet Pfingsten vorrangig ein langes Wochenende und Kurzurlaub, aber da steckt noch mehr dahinter. Pfingsten gehört sogar - nach Ostern und Weihnachten - zu den wichtigsten Festen des christlichen Glaubens. Pfingsten wird genau 50 Tage nach Ostern gefeiert und beendet den Osterkreis der Kirche.

Pfingsten war ursprünglich ein jüdisches Fest, Schawuot, an dem die Offenbarung der Tora und ein Erntedankfest gefeiert wird. Seit die christliche Gemeinde begann Pfingsten zu feiern, verschob sich die Bedeutung dieses Festes. Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte wird das Pfingstereignis beschrieben:
Alle Jünger versammelten sich am Tag des Pfingstfestes. Nachdem ein Brausen vom Himmel her ertönte, wurden die Jünger, in Form von sich niederlassenden Feuerzungen, vom Heiligen Geist erfüllt. 

Die Darstellung mit Feuerzungen über den Köpfen der Jünger wird einerseits als Erleuchtung durch den heiligen Geist gesehen, aber auch als Symbol für das Engagement der Jünger, die also „Feuer und Flamme“ für ihre aufgetragene Aufgabe sind, gedeutet. 

Die Jünger Jesu fühlten sich ab diesem Moment von Gott dazu aufgefordert, den christlichen Glauben überall zu verbreiten, da ihnen der heilige Geist, durch Gott geschickt, die Gabe gab, in unterschiedlichen Sprachen zu reden. Dies wird als die Aufforderung und als Anfang der christlichen Missionierung gesehen. 

In der darauffolgenden Predigt des Apostels Petrus wird das geschehene Ereignis gedeutet. Nach seiner Predigt fragten ihn manche Leute, was sie nun tun sollten und er sagte ihnen, dass die Vergebung der Sünden und die Taufe auf den Namen Jesu Christi Wege für Empfang der Gaben des heiligen Geistes sind. 

Nochmal kurz zusammengefasst: Pfingsten wird nun als Fest, an dem an das Empfangen der Gaben des heiligen Geistes, wie Jesus es gesagt hatte, und der Abschluss der Osterzeit gefeiert. Hiermit wird also sozusagen der Geburtstag der Kirche gefeiert und die damit zusammenhängende christliche Missionierung und der heilige Geist. 

In diesem Sinne: Happy Birthday Kirche! 

-Friederike Feithen
Redaktionsteam