Rund jeder 10. in Deutschland will von Aschermittwoch an fasten. Doch weißt Du eigentlich, was es bedeutet zu fasten oder in welchem Zeitraum man überhaupt fastest? In diesem Text möchte ich Dir die Fastenzeit ein bisschen näherbringen. 

Die Fastenzeit beginnt unmittelbar nach Karneval mit dem Aschermittwoch und endet mit der Osternacht. Die Sonntage in der Fastenzeit gelten nicht als Fastentage und werden deshalb nicht mitgezählt - daher dauert die Fastenzeit 40 Tage. 

Vor allem leitet sich die Dauer der Fastenzeit von dem Bericht über eine vierzigtägige Gebets- und Fastenzeit her, die Jesus nach der Taufe im Jordan auf sich nahm. Aber es gibt auch noch andere Bibelstellen in denen das Fasten aufgeführt wird. Das Alte Testament zum Beispiel berichtet, dass Moses, als er vierzig Tage auf dem Berg Sinai war, nichts aß und trank oder dass Elias 40 Tage zum Berg Horeb wanderte, ohne etwas zu essen.

Die Fastenzeit ist für die Christen besonders wichtig, da sie in dieser Zeit nicht nur Gott, sondern auch sich selbst und ihrem Leben verstehen wert zu schätzen. Traditionell sollten Christen in der Fastenzeit nur eine volle Mahlzeit pro Tag zu sich nehmen. Doch heutzutage fasten die Leute meisten nur auf eine Sache, die sie sozusagen „verführt“, wie zum Beispiel Süßigkeiten oder Alkohol. Doch das Verzichten beschränkt sich derzeit bei den Christen nicht nur auf Essen, viele versuchen auch, das Handy wegzulassen oder weniger fernzusehen. Außerdem nehmen sich mache vor, gewisser Weise „mental“ zu fasten, was so viel bedeutet, wie auf Unzufriedenheit oder schlechte Laune zu fasten. 

Vielleicht hast du schon einmal vom Heilfasten gehört, dass ist eine Woche in der man sich vornehmen kann auf feste Nahrung zu verzichten. Man darf nur Wasser, Tee, Fruchtsaft und Gemüsebrühe zu sich nehmen. Viele Anhänger der Heilfastenkur sprechen von tiefer Zufriedenheit, von unbeschwerter Leichtigkeit und neuer Energie.

Beim Fasten geht es also nicht nur um den Verzicht, sondern um einen Gewinn: Die Beziehung zu Gott zu pflegen und zu erneuern, seinem Nächsten näher zu kommen und sich selbst zu finden. 

-Veronika Odendahl